Filmklub St. Pölten ZVR: 659600647

Gastautoren - wir bedanken uns bei:

   Thomas Zeller

Horst Hubbauer

Wolfgang Haberl

Das Leben ist eine große Leinwand, bemale sie so bunt du kannst.   (Danny Kaye)

Eine   bunte   Palette   an   Filmen   brachte   uns   der   Filmemacher   Thomas   Zeller    mit.   Er   erfreute  

uns   schon einmal   mit   seinem   Programm,   daher   waren   wir   schon   gespannt,   welche   Filme   er  

uns   diesmal präsentierte.    

Entlang   der   Erlauf   –   Geheimnisse   des   Mostviertels    begeisterte   uns   sehr,   denn   mit      den  

Bildern aus unserer näheren Heimat konnten wir uns gut identifizieren.

Feuerwehr ,   in   dem      Imagefilm   von   einer   Minute   waren   kurz   und   prägnant   die   wichtigsten  

und eindrucksvollsten Szenen der Feuerwehr eingefangen.

In   memoriam   –   Die   Krumpe    auch   die   Grestnerbahn   genannt.   Sie   wurde   1898   eröffnet   und  

fuhr von Obergrafendorf nach Gresten. Leider wurde der Betrieb 2010 eingestellt.

Niederösterreichs Almen   im   Jahreskreis    ein   stimmungsvoller   Film,   der   nicht   nur   unseren   Bauern

Sepp   begeisterte,   auch   wir   erfuhren   sehr   viel   Wissenswertes   über   Almen,   Tierhaltung   und   den

schonenden Umgang mit der Natur. Der     letzte     kurze     Beitrag     war     ein    Architekturfilm.     So    

wohnt     Niederösterreich      Teil     1     – Wohnsiedlungen.   Ein   überaus   interessanter   Beitrag   aus   der  

Sicht   einer   Architektin,   die   gewichtige Argumente gegen die Zersiedelung unserer schönen Landschaft

vorbringt.

Thomas   Zeller   beantwortete   die   vielen   Fragen   und   erzählte   über   die   einzelnen Techniken   der  

Filme, Besonderheiten   bei   ihrer   Entstehung,   den   zeitlichen   und   finanziellen Aufwand   und   über  

seine   neuen Pläne.                                                                                                                                         Doris Winter

Eine Pointe steht und fällt, indem sie sitzt  (Elfriede Hable)

Die   übergroße Anzahl   der   Mitglieder   zeigte   deutlich,   wie   sehr   sich   alle   auf   diesen Abend   mit  

Horst Hubbauer    gefreut   hatten.  

Der   Film   Das   Band   aus   dem   Jahr   1993   hat   noch   immer   nicht   seine Wirkung,   seine   Aktualität   und  

vor   allem   seine   Professionalität   verloren   Es   ist   keine   alltägliche Geschichte.   Jede   Szene,   jedes  

Detail   wurde   mit   so   viel   Liebe,   Fürsorge,   Einfühlsamkeit   und   Können gemacht,   der   Film   könnte  

auch   nach   zwei   Jahrzehnten   nicht   besser   gestaltet   werden.   Licht   –   Ton   – Darsteller   –   ohne  

Makel. Wohltuend   in   der   heutigen   Zeit   ist   die   Langsamkeit   der   Erzählung.   Es   gibt keine Hektik,

keine nervige Musik, man kommt bei dieser Geschichte wirklich zur Ruhe.

Der   zweite   Film   NOCTURN    ist   mit   dem   katalanischen   Filmer   Jan   Baca    entstanden.   Er   behandelt

das   Schicksal   einer   älteren,   einsamen   Frau,   die   neben   ihrer Arbeit   in   einer   Bibliothek   auch   ihre  

alte Mutter   betreut. Wie   so   viele   andere   Menschen   auch   hat   sie   Sehnsucht   nach   Liebe   und

Anerkennung, die    sie    in    ihrer    kurzen    Begegnung    mit    dem    neuen    Nachbarn    erfahren    darf.   

Jeder    Blick,    jede Bewegung ist unaufdringlich aber umso eindringlicher. Jede   noch   so   kleine   Pointe,  

einfühlsam   und   zart,   trifft   punktgenau   und   bringt   zum   Nachdenken, Innehalten   oft   auch   zum  

Schmunzeln,   Die   Geräuschkulisse   reduziert   sich   auf   das   Wesentliche, umhüllt von dieser Stimmung

vergisst man die Welt.

„Stille   ist   nicht   nur Abwesenheit   von   Lärm,   sondern   ein   Schweigen,   das   den   Menschen Augen   und

Ohren öffnet für eine andere Welt“, erkannte der Maler Serge Poliakoff.

Horst   musste   noch   viele   Fragen   beantworten,   einige   blieben   noch   offen,   da   es   wie   immer   sehr  

spät wurde   und   viele   Klubmitglieder   –   so   wie   der   Autor   –   noch   eine   Heimreise   bis   zu   einer  

Stunde hatten.                                                                                                                                                       Doris Winter

Der Beginn aller Wissenschaften ist das Erstaunen, dass die Dinge sind, wie sie sind.  

(Aristoteles)

Dieser   Pioniergeist   hat   der   Menschheit   viel   Gutes   und   Neues   gebracht,   allerdings   wurden   viele

Erfindungen   auch   für   unrühmliche   Zwecke   missbraucht.  

Wir   können   den   professionellen   Filmer Wolfgang Haberl  mittlerweile schon zu einem lieben Freund

unseres Klubs zählen.

Wir   erfuhren   diesmal,   dass   er   in   den   letzten   Jahren   in   den   Bereich   des   wissenschaftlichen  

Films hineingerutscht   ist.   In   den   letzten   Jahren   hat   er   zusätzlich   eine   Lehrerausbildung  

absolviert   und   ist mit   halber   Lehrverpflichtung   in   einer   Wiener   Medienhauptschule   tätig.   Die  

Jugendlichen   für   das Metier   Film   zu   motivieren   macht   ihm   sehr   viel   Freude,   obwohl   es  

manchmal   etwas   schwierig   und mühsam   ist.   Am   filmcollege   wien    war   er   in   leitender   Position  

mit   anderen   Filmprofis   tätig,   bis   die öffentliche   Hand   die   Gelder   für   diese   Filminstitution  

eingefroren   hat   –   es   hat   immer   noch   nicht getaut!

Momentan   konzentriert   sich Wolfgang   auf   ein   ganz   großes   Projekt,   welches   er   auf   die   Beine  

gestellt hat und dem er als festivaldirektor vorsteht: Vom     4.     bis     6.     Dez.     2015     findet     im    

Gebäude     der     „Alten     Wirtschaftsuniversität“     ein Wissenschaftsfilmfestival    unter    dem    Motto   

„European   World    Concress    of    Science    and    factual producers“,   welches   zwischen   1,   und   4.  

Dezember   tagt,   statt.   Da   ist   sein   ganzer   Einsatz   gefordert, wenn Wissenschaftler   aus   ganz   Europa  

kommen   und   zehn   von   einer   internationalen   Jury   prämierten Filme   gezeigt   und   ausgezeichnet  

werden.   Wir   danken   Wolfgang,   dass   er   uns   trotz   seines   engen Zeitkostüms einen wirklich

interessanten Abend geschenkt hat. Es war wieder ein Höhepunkt in unserem Filmerjahr und wir freuen uns

auf ein Wiedersehen.                                                                                                                                           Doris Winter

Wolfgang Ritzberger unter Amateuren mit seinem Film

“GLÄNZEND - Die Geschichte der ersten österreichischen  Glanzstoff-Fabrik”

Wolfgang Ritzberger  schreibt im MEDIA BIZ:    “Ende April hatte ich einen wirklich schönen Abend in St. Pölten.

Denn einen Abend lang hörte mir dort ein durchaus interessiert wirkendes Puplikum einfach nur zu, und ich durfte

erzählen und erzählen . Über mich, meine Filme, und mit welchem System ich schneide, was ich mir so denke und so

weiter. Ein wirklich schöner und inspirierender Abend.

Schön für mich, dass ich ein solches Auditorium gefunden habe, … diesen vergnüglichen Abend hatte ich dem

Film- und Videoklub St. Pölten zu verdanken …

…Ich halte ja die sogenannten Amateure, also die nicht kommerziell tätigen Film und Videoschaffenden, in vielen

Belangen für professioneller, als sie sich selber einschätzen. Sie finanzieren  ihr Hobby selbst und überlegen sich

daher jede Entscheidung sehr genau. Und sie stehen nicht unter Druck - weder unter finanziellen noch unter

Zeit- oder Erfolgsdruck … Ein wesentlicher Unterschied liegt aber darin, dass Amateurfilmer nicht den Professi-

onisten für alle Belange mimen müssen und ganz befreit von möglichen Gesichtsverlust ihren Wissensdurst stillen

und nicht in sinnlose Konkurrenzkämpfe treten. …… “

26.04.2016   Wolfgang G. Ritzberger

14.03.2017   Friedrich Cistec

Filme wie Naturaufnahmen, sowie Reisereportagen durch weltweite Trekkingtouren.

Mehrmals in Nepal und Südamerika, Asien, Europa von Süden bis in den hohen Norden.

Wanderungen in Österreich und Südtirol im Besonderen.

Kameras: vorwiegend SONY und CANON, derzeit Canon XA10  und SONY PXW-X70 4k

Verschiedene Filme erhielten Auszeichnungen im Inland wie auch im Ausland.

‘Ein Autorenabend der uns mitriß’ dies war die einhellige Meinung unserer Mitglieder! Drei unterschiedliche Themen doch jeder Film gekonnt und professionell dargebracht. Jeder für sich ein schönes, filmisches Kunstwerk, welches vom eigenen Garten uns in ferne Regionen Asiens und Südamerika entführte. Gerne möchten wir den Autor wieder einladen.                                                                  C.E.